Warum und wie ich mit Chat-GPT arbeite
Abdullah BertinTeilen
KI ist für mich kein Trend und keine Zukunftsfrage, sondern etwas, das längst Teil meiner Gegenwart geworden ist. Kunst, Content, Produktion und Kommunikation sind heute stark digital. Wer in diesem Feld arbeitet, bewegt sich automatisch in Systemen, die Geschwindigkeit, Struktur und Wiederholbarkeit verlangen. KI ist für mich deshalb kein Bruch, sondern eine logische Erweiterung meiner Arbeitsweise.
Ich arbeite viel mit unterschiedlichen Formaten und oft parallel. KI hilft mir dabei, mein Tempo zu erhöhen – nicht im Sinne von schneller denken, sondern schneller umsetzen. Ideen bleiben weniger liegen, Texte müssen nicht ewig sortiert werden, und Dinge kommen schneller in eine Form, mit der ich weiterarbeiten kann. Das ist wichtig, weil meine Arbeit nicht nur künstlerisch ist, sondern auch produktiv, veröffentlichend und wirtschaftlich.
Wie ich KI konkret nutze
Ich arbeite hauptsächlich mit ChatGPT in der Plus-Version. Ich nutze es für das Korrigieren, Sortieren und Strukturieren von Texten, für Analyse und Recherche, für das Ordnen von Gedanken und für die Vorbereitung von Inhalten für die Website. Dazu kommt Bildgenerierung, vor allem dort, wo es um Bildserien, Varianten oder visuelle Ideen geht.
Für jemanden, der mit Bild- und Textcontent arbeitet, ist das inzwischen kaum mehr voneinander zu trennen. KI ist ein Werkzeug, das mir hilft, kontinuierlich zu produzieren, ohne ständig bei null anfangen zu müssen.
KI als Werkzeug, nicht als Entscheidungsträger
Ich benutze KI nicht als Ersatz für das Denken oder für Entscheidungen. Eher wie einen Taschenrechner: Man gibt etwas ein, bekommt ein Resultat zurück, aber entscheidend ist nicht das Resultat selbst, sondern was man damit macht. Ein Output wird erst relevant, wenn ich ihn veröffentliche, einordne oder bewusst in einen Kontext setze. Die Verantwortung bleibt bei mir.
Was KI mir ermöglicht
In meiner künstlerischen Arbeit ist der Moment der Idee oft der stärkste. Danach beginnt Arbeit: Wiederholung, Serie, Produktion. Wenn man davon leben will, muss man Ideen vervielfältigen, ohne sie zu verlieren. Genau hier hilft mir KI enorm. Sie verkürzt Arbeitsphasen, die nicht den Kern der Idee betreffen. Das gilt für Bilder genauso wie für Objekte, Kleidung oder andere Formate.
Ich nutze KI konsequent für Content-Kreation und für die Arbeit an apo46.com.
Fokus und Klarheit
Ein weiterer Vorteil ist, dass ich ortsunabhängiger arbeiten kann. Ich brauche weniger Infrastruktur, weniger physische Umwege und kann näher an der Idee bleiben. Gerade in einer Praxis, die zwischen Live-Content, Kunst, Shop und Community pendelt, ist das entscheidend.
Was sich dadurch verändert hat, ist vor allem Klarheit: mehr Ordnung, mehr Überblick und mehr Umsetzungsvolumen. Dinge, die sonst nur in grossen Ateliers oder mit viel zusätzlicher Organisation sichtbar wären, lassen sich digital strukturieren und weiterentwickeln.
