Das Apo46 Konzept
Der Mensch ist erst Mensch, wenn er spielt.
Viele Probleme lassen sich auf eine einfache Frage zurückführen:
Wie ist unsere Haltung – zu uns selbst, zu anderen, zur Situation, in der wir gerade stehen?
Unsere Haltung formt den Blick.
Den Blick, den wir auf die Welt werfen.
Und den Blick, den andere auf uns richten.
Wie wir einander anschauen.
Welche Urteile wir treffen, oft unbewusst, oft vorschnell.
Spielen bricht diese Muster auf. Es erweitert den Horizont.
Es erlaubt uns, uns selbst in Bildern zu erleben, die außerhalb unserer Alltagsrolle liegen.
Man befreit sich – oft unmerklich – von einem starren Rollenbild, das man übernommen hat, ohne es bewusst gewählt zu haben.
Im Spiel lernt man, mit dem umzugehen, was gerade da ist.
Man lernt, sich in andere Geschichten, Perspektiven, Figuren hineinzuversetzen – und darin nicht nur den anderen, sondern auch sich selbst neu zu entdecken.
Warum das heute so wichtig ist?
Weil wir an einem tiefgreifenden Mangel leiden. Nicht nur an Fachkräften, wie es so oft heißt.
Sondern an Bewusstsein.
Immer mehr junge Menschen verweigern sich klassischen Karrierewegen. Sie steigen aus, bevor sie einsteigen.
Sie haben keine Lust auf ein Leben, das von außen geformt scheint.
Dabei ist jede Arbeitsposition letztlich nichts anderes als eine Rolle – innerhalb einer Firma, eines Systems, einer Gesellschaft.
Und je freier sich diese Rolle denken und gestalten lässt, desto mehr Energie bleibt im System.
Desto mehr unentdecktes Potenzial lässt sich entfalten.
Es ist wissenschaftlich belegt: Lernen geschieht im Spiel schneller, nachhaltiger und tiefer.
Weil dabei neue neuronale Verbindungen entstehen.
Und was ist Arbeit anderes als ein ständiger Lernprozess?
Wenn Arbeit keine Entwicklung mehr in sich trägt, wird sie zur bloßen Wiederholung.
Dann kann sie – zurecht – an Maschinen übergeben werden.
Künstliche Intelligenz wiederholt.
Der Mensch – wenn er spielt – erfindet.